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72. Vierschanzentournee

Jan Hörl hat eine österreichische Durststrecke bei der Vierschanzentournee beendet. Der Salzburger flog am Mittwoch auf dem Innsbrucker Bergisel zum Sieg und schaffte es damit als erster Österreicher seit Gregor Schlierenzauer vor elf Jahren wieder auf die oberste Stufe eines Bergisel-Springens.





"Der Sieg bedeutet mir sehr viel. Es ist mein zweiter Sieg, und das daheim auf dem Bergisel. Unbeschreiblich. Ich bin megahappy. Für mich war es volle Attacke, Sieg oder Sarg, das funktioniert bei mir am besten. Die Kulisse ist sehr schön, aber es hat mich schon ein bisschen nervös gemacht. So konstant wie heuer war ich eigentlich noch nie, ich bin megastolz."

Jan Hörl (1. Platz)


"Es ist viel passiert, aber ich bin extrem dankbar vor dieser Kulisse heute, das Glück des Tüchtigen zu haben und auch richtig coole Sprünge auszupacken. Ich bin sprachlos."

Michael Hayböck (3. Platz)



Stefan Kraft hat am Samstag die Vierschanzentournee mit einer Premiere abgeschlossen. Der 30-jährige Salzburger setzte sich beim Dreikönigsspringen mit einem Vorsprung von 1,3 Punkten auf Ryoyu Kobayashi durch und gewann damit nach drei dritten Plätzen erstmals in seiner Karriere in Bischofshofen. Der Japaner sicherte sich unterdessen überlegen seinen dritten Triumph in der Gesamtwertung – und das ohne einen einzigen Tagessieg.


Das letzte Springen der 72. Vierschanzentournee wurde von Anfang an zum Duell zwischen Kraft und Kobayashi um den Tagessieg. Nach dem ersten Durchgang führte der Japaner nach einem Sprung auf 137,0 Meter mit 1,2 Punkten Vorsprung auf den Österreicher. In der Entscheidung landete Kraft dann bei 140 Metern, war damit um einen Meter weiter und setzte sich am Ende mit dem knappen Vorsprung durch. Nach drei dritten Plätzen in den Jahren 2013, 2015 und 2019 triumphierte der Salzburger damit erstmals in seinem Heimspringen und sorgte für einen glänzenden Abschluss.


Mit zwei Tagessiegen und den meisten Podestplätzen hatte das ÖSV-Team somit eine erfolgreiche Tournee. Manuel Fettner wurde sowohl in Garmisch-Partenkirchen als auch in Bischofshofen unglücklicher Vierter.

"Gesamtsieg oder nicht, das ist mir jetzt wurscht. Der Sieg daheim entschädigt für alles."

Stefan Kraft



Mit seinem sechsten Saisonsieg baute Kraft auch seine Führung im Gesamtweltcup auf 212 Punkte auf den Deutschen Andreas Wellinger aus. In der ewigen Bestenliste an Podestplätzen hält Kraft nun bei 107 Top-Drei-Platzierungen, es fehlt ihm nur noch eine auf den Finnen Janne Ahonen.



Foto Credits: ©EXPA

Quelle: Ski Austria


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