Vom Crash zur Klasse: Dominik Hödlmoser fährt im Winter ganz vorne mit
- Nina Pfeifenberger
- vor 20 Stunden
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Schlamm, Eis, 20 Zentimeter Neuschnee und trotzdem ganz oben am Podest: Dominik Hödlmoser hat am Wochenende eindrucksvoll gezeigt, warum er aktuell zu den spannendsten Radfahrern Österreichs zählt. Der 20-jährige Plainfelder holte sich in Bludenz sowohl den Gesamtsieg im Cyclocross-Cup als auch den österreichischen Meistertitel, inklusive U23-Wertung.
Winterbedingungen? Genau sein Ding.
Was am Samstag noch als lockeres Einrollen gedacht war, endete mit einem souveränen Sieg. Auf einer tiefschlammigen Strecke fühlte sich Hödlmoser von Beginn an stark, blieb im Rennen und setzte sich klar durch.
Am Sonntag dann die nächste Eskalationsstufe: Neuschnee über Nacht, gefrorener Untergrund, eisige Spuren. Statt volles Risiko zu gehen, setzte Hödlmoser früh auf Kontrolle, positionierte sich an der Spitze und zog sein Tempo konsequent durch. Das Ergebnis: mehr als eineinhalb Minuten Vorsprung und der Staatsmeistertitel.
Erfolgsfaktor Olympiastützpunkt Rif
Die Basis für diese Leistungen wird im Olympiastützpunkt Rif gelegt. Dort trainiert Hödlmoser regelmäßig unter der Betreuung von Trainer Gerald Bauer, mit Fokus auf Technik, Athletik und gezielte Belastungssteuerung. Gerade im Cyclocross, wo Kraft, Koordination und Balance unter Extrembedingungen gefragt sind, zahlt sich dieses Umfeld besonders aus.
Heftiger Unfall – starkes Comeback
Dass diese Saison so erfolgreich verläuft, war im Herbst alles andere als selbstverständlich. Bei einer Trainingsfahrt im Flachgau kam es zu einer Kollision mit einem Pkw, der plötzlich den Radweg blockierte. Hödlmoser wurde über das Fahrzeug geschleudert und zog sich ein Knochenmarksödem im Knie zu.
Nach einer kontrollierten Aufbauphase und konsequentem Training ist er nicht nur zurück im Renngeschehen, sondern stärker denn je.







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